Die Rolle der Atomenergie in der long-term strategy 2050 der EU (2019/2020) | forum wissenschaft & umwelt

Mit finanzieller Unterstützung durch die MA 22 der Stadt Wien und begleitet von der Wiener Umweltanwaltschaft ging das Forum Wissenschaft & Umwelt der Frage nach, welche Rolle der Atomenergie in der „long-term strategy 2050“ der EU zugeordnet wird.

Das Ergebnis ist erschütternd:

  • die installierten elektrischen Leistungen liegen deutlich über den höchsten Szenarien
    der IAEA
  • die Ausbauraten müssten dazu enorm gesteigert werden
  • dass die Uranreserven nur noch für 20 Jahre reichen und deshalb die Versorgung der
    Reaktoren über ihre Lebenszeit mit Brennstoff nicht gesichert ist, wird dabei ignoriert
    ignoriert werden auch die Gefahren und zahlreichen sonstigen Probleme, die mit der
    Atomenergie jedenfalls einhergehen

Dies alles obwohl mit der vorliegenden Studie auch gezeigt werden konnte, dass Atomstrom
in allen Szenarien durch erneuerbare (Photovoltaik und Windenergie) ersetzt werden kann.
Offenbar ist man auf EU-Ebene gewillt, die Risiken und ungelösten Probleme, die mit der
Atomenergie einhergehen, im Sinne einer „wohlhabenden, modernen, wettbewerbsfähigen
und klimaneutralen Wirtschaft“ zu akzeptieren. Immerhin ist dabei nicht von Nachhaltigkeit
die Rede.

Die Kurzfassung der Studie steht hier zum Download zur Verfügung.